30.07.2009 - ist jetzt Besserung in Sicht?
Aber die CSU lässt nach wie vor nicht locker und gibt sich mit einem nicht funktionierenden Kneippbecken nicht zufrieden. Ist mittlerweile zwar das fehlende Wasser im Becken nicht mehr das Problem, sondern eher die Überschwemmungen mit zu viel Wasser.
Auch der städtische Gartenbau hat diesen Mangel bereits eingestanden. Wurde zwar eine Mindestwassermenge für den Durchfluss im Fehlbach festgelegt, so wurde aber eine maximale Wassermenge nicht benannt. Mittlerweile hat der Gartenbau ein Planungsbüro für Wasserbau beauftragt. Jetzt werden erst einmal weitere Vermessungen und Abstimmungen mit dem Referat für Gesundheit und Umwelt und dem Wasserwirtschaftsamt durchgeführt.
Geprüft werden nun zwei Varianten, nämlich eine Rohrleitung oder einen Damm mit schmalen Durchlass im Fehlbach, wobei die zweite bisher präferiert wird.
Beide Varianten ähneln dann doch sehr stark dem von der CSU genannten Vorschlag der Handpumpe mit Rohrverbindung zur Würm. Dumm nur, warum man hierfür nahezu zwei Jahre, mehrere Umbauten und verschiedenste Umplanungen benötigt!
Umgebaut werden soll im Herbst 2009. Ob es dann funktioniert, sehen wir also im nächsten Jahr!
27.11.2008 - Die erste Antwort der Stadtverwaltung
Als Folge des CSU Antrags wurde dem Beizrksausschuss in einem Schreiben des Gartenbaus mitgeteilt, dass bei Planung und Bau des Kneippbeckens ein Durchfluss des Beckens mit einer Wassermenge von 10l/s festegelegt und auch durch einen Wasserrechtsbescheid genehmigt wurde.
Dumm nur, dass dies dem durchfließenden Wasser niemand gesagt hat und auch noch das angrenzende Wasserkraftwerk Hohenthann (ehemalige Allacher Mühle) umgebaut wurde. Sowohl das Kneippbecken als auch der Fehlbach (Seitenarm der Würm) werden seither mit zu wenig Wasser versorgt.
Da eine neuerliche Nivellierung um 30 - 40 cm dem Gartenbau zu kostspielig erschien, wurden 4 Varianten angedacht. Drei davon schieden in selbigen Schreiben auch gleich wieder aus, nämlich der Einbau einer Pumpe (zu kostspielig), eines hydraulischen Widders (technisch nicht möglich) und eines Rohrsystems (Gefahr von Vandalismus). Bleibt als vierte und letzte Variante das Setzen von Flussbausteinen im Fehlbach, um für ausreichend Wasserdurchfluss zu sorgen.
Der Einbau der Flusssteine wurde auch postwendend umgesetzt. Es kamen große Bagger mit noch größeren Flusssteinen, die dann leider nur dazu führten, dass die gesamte Fläche rund ums Kneippbecken überschwemt und im Winter zu einer einzigen Eisfläche wurde. Im BA bezweifelte die CSU bereits bei Erhalt des Schreibens die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Maßnahme und verwies noch einmal auf die Möglichkeit des Einbaus eines Rohrs oder einer Handpumpe. Nachdem der Gartenbau diese Situation erkannt hatte, wurden die Flusssteine auch sofort wieder entfernt. Ein Lösung fürs Kneippbecken gab es erstmal nicht.
Aus Sicht des Gartenbaus kann auf den Einsatz einer Pumpe nach wie vor verzichtet werden, da eine Mindestwassermenge festgelegt wurde, die in den Fehlbach abgeleitet werden muss. Der nächste Sommer zur Kontrolle kommt bestimmt.
September 2008 - Mehr Kloake als Kneippbecken
Mehrfach Beschweren sich Bürgerinnen und Bürger bei der CSU, dass das Kneippbecken an der Servetstraße überhaupt nicht genutzt werden kann. Es fließt viel zu wenig, um nicht zu sagen gar kein Wasser aus der Würm ins Becken. Das stehende Wasser im Becken wird zur stinkenden Kloake. Kleine Fische, die von aufmerksamen Anwohnern nicht mehr rechtzeitig gerettet werden können, verenden jämmerlich in der Hitze des Sommers 2008. Da auch ein Filter oder Gitter fehlt, werden selbst bei ausreichendem Wasserstand Steine, Äste und Müll hineingespült, wodurch kein Flaneur eingeladen wird den Regeln des altern Herrn Kneipp zu folgen und durch Wassertreten die arterielle Durchblutung zu fördern.
Da die Situation dauerhaft nicht mehr hinnehmbar ist, stellt die CSU und BA-Mitglied Tobias Weiß deshalb im Bezirksausschuss Allach-Untermenzing den Antrag folgende Mängel am Kneippbecken zu beseitigen:
- Der Wasserzufluss in das Kneippbecken ist nur bei sehr hohem Wasserstand der Würm möglich.
- Mangels Gitter schwimmen kleine Fische ins Becken, die im sich aufheizenden Wasser jämmerlich sterben müssen. Hinzu kommt die Verunreinigung durch Steine, wodurch das Kneippbecken, auch wenn Wasser im Becken ist, zum Kneippen unbenutzbar wird.
- Der Wasserabfluss ist kaum möglich. Somit staut sich das Wasser im Becken und es ergibt sich eine schmutzige, unhygienische Brühe.
Wir schreiben das Jahr 2005 - Ein Kneippbecken wird errichtet!
Noch rechtzeitig während der Bundesgartenschau 2005 wird in Allach auf der "Würmwiese" an der Servetstraße das bestehende Kneippbecken errichtet und eingeweiht. Finanziell unterstützt wird das Ganze durch die Fördergesellschaft für Landespflege in Bayern e.V. und die Stadt Bad Wörishofen.
Die Grünen bezeichnen das Kneippbecken auf Ihrer Homepage als "Appetithäpchen für zukünftiges Baden bzw. Plantschen in der Würm".
Zur Vorgeschichte - Allach bekommt ein Kneippbecken!
Auf Antrag der Stadtratsfraktion von Bündnis90 Die Grünen im Jahr 2002 soll an der Würm ein Kneippbecken errichtet werden. Kalkuliert wird mit einem überschlägigen Bruttobetrag von 45.000 €. Bereichert werden soll damit an einem dezentralen Standort die im Jahr 2005 stattfindende Bundesgartenschau in München.
Um die Beschlussvorlage an dieser Stelle zu zitieren: "Die Anlage ist so zu positionieren, dass sie ohne technischen Aufwand direkt aus der Würm gespeist werden kann, und das Wasser im natürlichen Gefälle auch wieder in die Würm abfließt."
Grundsätzlich ist auch für die CSU ein Kneippbecken entlang der Würm eine schöne Sache und unterstützenswert. Die Bürgerinnen und und Bürger dürfen aber wohl erwarten, dass diese dann auch funktioniert!
Natürlich können Sie sich die komplette Beschlussvorlage auch selbst durchlesen.


